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Die Schauspielerin und Produzentin Ulrike Mahr ist Initiatorin und Mitbegründerin der Faust-Festspiele Kronach, die sie mit Leidenschaft aufbaute, leitete und repräsentierte. Sie war von 1995 -2004 Co-Festspielleiterin und Mitglied des Ensembles. Während der jährlichen zweimonatigen Spielzeiten spielte sie zahlreiche Rollen, u.a. Peer Gynt in Ibsens „Peer Gynt“, die Marthe in Kleists „Der zerbrochne Krug“, die Kalonike in „Lysistrate“, die Anna Kern in „Amiwiesn“. Vor allem in der Rolle des weiblichen Mephisto in Goethes Faust I und II prägte sie entscheidend das Image und Erscheinungsbild der Festspiele und gab ihnen ihr Gesicht.
Und auch die Erfahrungen der Festspieljahre inspirierten ihren Weg als Künstlerin. Die Rolle des Mephisto und Goethes Faust begleiteten sie immer wieder. Als Mephisto trat sie mit einem eigenen Programm u.a. beim Kulturfestival in Frankfurt sowie in Hamburg auf und war in der Rolle auch in den USA und in Venedig unterwegs, woraus 2003 der Kurzfilm „Mephisto“ entstand. Außerdem ist sie Mitherausgeberin von zwei Foto-Kunstkalendern, die sie als Mephisto zeigen.
Mit einem eigenen Programm aus Kabarett und Theater trat sie als „Jamie Bond – Agentin 2010“ auf und entwickelte die Figur des weiblichen James Bond. Als Fan von Diana Rigg und „The Avengers“ produzierte sie eine Homage für Emma Peel. Sie wirkte in Kurzfilm- und Theaterproduktionen in Hamburg und Berlin mit und widmet sich immer wieder eigenen Projekten.
Schon früh verwirklichte sie ihre Liebe zum Schauspiel und Theater mit eigenen Produktionen, so bereits auf der Schulbühne als auch als Mitbegründerin und Schauspielerin der Freien Werkbühne Kronach, mit dessen Ensemble sie bereits kurz nach der Grenzöffnung mit Goethes Faust I unterwegs in den neuen Bundesländern war. Die Zeit der freien Theatergruppe war auch die Zeit experimenteller Inszenierungen wie Ionescos „Die Stühle“ oder Shakespeares „Der Sturm“. Sie war die zweite Hälfte des Kabarett-Duos „Tiger & Nachtmahr“, sowie Mitbegründerin der „Nachtboutique“ in Hamburg, einem monatlichen Kulturabend.
Ausbildung in Filmschauspiel machte sie 1999, 2005 und 2008 in Los Angeles bei The Studio (vorher: Hollywood Acting Workshop (HAW) und bei verschiedenen Workshops und Weiterbildungen in Hamburg, Berlin, Köln und München, an denen sie auch nach wie vor immer wieder teilnimmt.
Die asiatischen Kampfkünste lernte sie 2004 in Hamburg als Schülerin von Jan Peter F. Hintelmann in der Chinese Martial Arts Community kennen. Ihre intensive Beschäftigung mit Martial Arts führte sie auf Studienreisen zweimal nach Hong Kong und ins Landesinnere von China, wo sie bei verschiedenen Lehrern trainierte. So z. B. den Stil Ving Tsun bei der Hong Kong Ving Tsun Athletic Association von Wong Shun Leung, dem Lehrer von Bruce Lee. Den eigens von Bruce Lee entwickelten Stil Jeet Kune Do trainierte sie bei John Ladalski, der Schauspieler für Filmkampf trainiert. Mit der Tai Chi Säbelform nahm sie an Turnieren teil.
Auch als sie 2002 nach Hamburg zog, blieb der Kontakt zu ihrer Heimatstadt Kronach. Seit einiger Zeit pendelt sie zwischen Hamburg, Berlin und Kronach. Für das Projekt „Zeitenlichter/Timelights“ mit dem Berliner Videokünstler Philipp Geist zeigte sie 2010 in dessen Videoinstallationen auf der Festung Rosenberg in Kronach (einer der größten Festungsanlagen Deutschlands) als „Zeitträger“ in unterirdischen Gängen ihre Performance zum Thema Zeit.
Derzeit arbeitet sie an einem eigenen Theater- und Filmprojekt.

